Gelassen ist, wer gelassen hat!

Viele Menschen sind nach einer ersten seelischen Berührung (z.B. durch Meditationskurse oder Heilseminare) davon überzeugt, ihr Leben sofort von Grund auf verändern zu müssen. Oft endet dies mit Chaos und diese Menschen wundern sich, warum die geistigen Gesetze für sie nicht funktionieren.

Eine Veränderung ist dann richtig, wenn sie aus der Klarheit der Seele kommt. Wenn der Zeitfaktor der Entwicklung akzeptiert wird.

Sie ist dann schwierig, wenn sie aus der leidenden Persönlichkeit kommt und nicht aus dem Innersten.

Ein Wechsel im Äußeren ergibt keine Veränderung. Dies ist der Unterschied zwischen Ego und wahrem Ich.

Wenn die Seele lernt, wächst und beobachtet, wird sie reifer und klarer und dann weisen Veränderungen keine zerstörerische Komponente mehr auf. Das Ego kämpft, das wahre Ich lebt in der harmonischen Einheit.

 

Nun denkt Mensch auch, dass man mit dem Zustand des “Ich Bin” nicht mehr leiden und alles perfekt sein müsste.

Hat man die Begegnung mit sich Selbst einmal erlebt, begegnen einem jedoch viele Schatten aus der Vergangenheit. Es ist das, was nicht wahrgenommen oder unterdrückt wurde. Es zeigt sich nun auf einer neuen Ebene als Anteile von uns, die das Ego zuvor nicht ehrlich anschauen und bearbeiten konnte.

Nun gilt es, etwas zu lernen und zu wachsen! Genau dies möchte das Ich und daher kommt all das Alte auch sofort zum Vorschein (was viele spirituell Ausgerichtete zum Verzweifeln bringt).

Oft ist das neu erwachte Ich nicht in der Lage, alles so schnell zu bereinigen. Solange es für dich eine schmerzhafte Schwingung gibt, ist auf der Ego-Ebene noch etwas am arbeiten. Also muss noch etwas angenommen werden, um in eine neue Erkenntnis umgewandelt werden zu können! Ist dies für dich verständlich?

Konkret kann dies z.B. bedeuten, wenn eine auskurierte Mittelohrentzündung sich nach einer gewissen Zeit wiederholt oder sich Ängste genau dann wieder zeigen, wenn man andere Prozesse durchmacht, sollte man sich nicht fragen, warum man das denn nun schon wieder hat, sondern was man sich bei seinem Prozess noch nicht angeschaut hat und welcher Teil noch integriert werden möchte!

Nur so kann man eine Krankheit heilen! Durch bewusste und ehrliche Arbeit. Und dieser Prozess braucht Geduld und Vertrauen!

Alle Erfahrungen, die wir auf der Ego-Ebene unterdrückt haben, Schmerz, Trauer, Leid, Ängste, kommen jetzt, im Ich-Bin-Zustand, wieder auf uns zu.

Neues Anschauen und Annahme bringt uns ins Wachstum! Auf der Ich-Ebene bist du kein Gefangener mehr deiner Emotionen, sondern kannst und darfst alles befreien!

Es wird Zeit, Schmerz und Leid anders zu verstehen und aus dem Spiel auszusteigen.

Auf der Ego-Ebene spielst du eine Rolle, übernimmst Pflichten und “funktionierst” im Alltag. Damit du überlebst. Deine vielen Verpflichtungen erlauben dir nicht, wahrhaftig nach innen zu gehen und zu schauen, zu sein. An dieser Stelle sind auch keine Krankheiten erlaubt oder erwünscht und die Probleme stauen sich im Inneren.

Oft kommen unsere Wünsche noch aus dem Ego heraus und dies blockiert uns. Sie kommen aus der Haben-Ebene und nicht der Seins-Ebene. Diese Ebene betrittst du dann, wenn du wahrhaft gelassen bist und wirklich verstehst, was du für dein eigenes Wachstum brauchst.

Gelassen ist, wer gelassen hat!

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